Was ist der beste Bodengrund für Axolotl? – Der Komplette Bodengrund-Guide

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Der richtige Bodengrund kann einen großen Einfluss auf das Leben deines Axolotl haben. Da sich Axolotl viel auf dem Boden des Aquariums aufhalten ist es wichtig das der Bodengrund nicht schädlich für die ist. In diesem Artikel vergleichen wir die verschiedenen Optionen für Axolotl-Bodengrund und ihre Vor- und Nachteile.

Der falsche Bodengrund bei Axolotl kann zu verschiedenen Problemen führen, vor allem wenn Axolotl Teile des Bodens wie Steinchen oder Kies beim fressen mit aufnehmen. Axolotl nehmen ihre Nahrung mit dem Saugschnappreflex auf, bei dem das Futter oder die Beute mit Unterdruck in das Maul gesaugt wird. Dabei wird auch häufig Bodengrund eingesaugt, der größte Teil wird von den Axolotl meist wieder ausgespuckt, allerdings wird oft auch ein kleiner Teil verschluckt und wandert mit der Nahrung durch den Verdauungstrakt.

Wenn der Bodengrund nun aus Teilen besteht die so groß sind das sie Probleme bei der Ausscheidung machen oder scharfe Kanten haben die den Axolotl von innen verletzten kann das zu großen Problemen führen.

Ein paar Symptome nach der Aufnahme von zu großen oder scharfen Steinchen sind unter anderem:

  • Nahrungsverweigerung
  • Lethargie
  • Verstopfung und innere Verletzungen und im schlimmsten falle Tod

Diesen Schwierigkeiten kann man mit der Wahl des richtigen Bodengrunds von Anfang an aus dem Weg gehen.

Der beste Bodengrund für Axolotl ist in den meisten Fällen Axogravel* oder Sand. Auch bei der Haltung auf Keramikfliesen oder reinem Glasboden ist die Wahrscheinlichkeit einer Verstopfung beim Axolotl gering. 

Axogravel


Der wahrscheinlich am weitesten verbreitete Bodengrund in Axolotl-Aquarien ist ein speziell angefertigeter Kies für Axolotl. Axogravel* zeichnet sich durch eine abgerundete Form, ohne scharfe Kanten mit einer Korngröße von 0,3 bis 3mm aus. Den spezial Kies gibt es in verschiedenen Farben, unter anderem Schoko, Caramel, Weiß, Honey und Ivory.

Dadurch wird die Gefahr von inneren Verletzungen und Verstopfungen minimiert. Auch können in Axogravel Wasserpflanzen wachsen womit man dem Becken ein natürlicheres aussehen verleiht.

Sand

Der zweitbeliebtester Bodengrund für Axolotl ist feiner Sand. Hierbei ist die Chance von Verdauungsproblemen durch die Aufnahme mit dem Futter ebenfalls sehr gering und der Axolotl hat keine Gefahr sich zu verletzen.

Im Sand finden Pflanzen gut halt und es gibt dem Becken einen natürlichen-Look. Allerdings ist Sand schwieriger zu reinigen und es können sich Gammelstellen bilden.
Wenn man jüngere Axolotl hat sollte man aber sowohl mit dem Axogravel als auch Sand als Bodengrund vorsichtiger sein, da sie noch nicht so große Sand-teilchen bzw. Axogravel ausscheiden können.

Sowohl bei Axogravel als auch bei Sand reicht eine 3cm Schicht um den Boden gut zu bedecken, wenn man Pflanzen in seinem Aquarium haben möchte, die tiefe Wurzeln bilden sollte man lieber auf 5 bis 6cm aufstocken. 

Sand und Axogravel sollte beides gründlich ausgewaschen werden bevor man es in das Becken gibt um eventuelle Verunreinigungen zu entfernen. 

Wieviel Kilogramm Sand oder Axogravel brauche ich für mein Aquarium?

Wenn man sich als Bodenbedeckung für Sand oder Axogravel entschieden hat kommt schnell die nächste Frage auf, wieviel Kilogramm man für die eigene Aquariengröße benötigt.

Als Faustregel kann man hierbei sagen das man bei einem Aquarium mit 80cm Länge und 35cm Breite, die kleinste Größe in der man einen Axolotl halten sollte, folgende Mengen an Sand und Axogravel benötigt:

  • bei einer Bodenbedeckung mit Axogravel um die 3cm: ca. 12kg
  • bei einer Bodenbedeckung mit Axogravel um die 5cm: ca. 20kg
  • bei einer Bodenbedeckung mit Sand um die 3cm: ca. 13kg
  • bei einer Bodenbedeckung mit Sand um die 5cm: ca. 21kg

Wenn du eine andere Aquariengröße hast oder die Zahlen noch mal genau ausrechnen möchtest, gibt es auch hier einen Rechner für Sand und hier für Kies. 

Große Steine

Große Steine können dem Axolotl gut Halt geben und sehen dekorativ aus. Allerdings kann man keine Pflanzen im Aquarium halten und die Großen Steine sind relativ schwierig zu reinigen.

Wenn man sich für diese Option entscheidet sollte man darauf achten das die Steine wirklich groß genug sind das ein Axolotl sie auf keinen fall schlucken kann. Falls man bei heranwachsenden Axolotl erst kleinere Steine nutzt, sollte man auch darauf achten sie mit der Zeit durch größere zu ersetzen.
Die Steine sollten dabei mindestens 3 mal größer als als der Kopf deines Axolotls sein, damit er sie nicht ausversehen mit seinem Futter frisst. Ausgewachsene Axolotl können tatsächlich Steine mit einem Durchmesser von bis zu 3cm verschlucken, die dann im Magen oder Darm stecken bleiben, da sie nicht wieder ausgeschieden werden können.

Keramikfliesen

Keramikfliesen geben einem Axolotl mehr Halt als reiner Glasboden, auch ist die Wahrscheinlichkeit das der Axolotl Bodengrund verschluckt und eine Verstopfung bekommt extrem gering.
Allerdings kann man in einem Aquarium das nur mit Keramikfliesen ausgelegt ist keine Pflanzen einbringen die Substrat zum wurzeln brauchen.

Glasboden

Ein reiner Glasboden ist die einfachste Methode einen Axolotl zu halten um der Gefahr von Verstopfungen aus dem Weg zu gehen. Auch die Reinigung von einem Becken ohne Bodengrund ist leichter, dagegen mögen viele Axolotl-Halter die Ästhetik eines Aquariums ohne Bodengrund nicht.

Dazu kommt das es Axolotl stressen kann wenn sie auf dem glatten Glasboden keinen Halt finden. Wenn dazu noch die Strömung im Becken zu stark ist, kann es schnell vorkommen das es dem Axolotl mit Sand oder speziellem Axolotl-Kies als Bodengrund besser gehen würde.

Ungeeigneter Bodengrund für Axolotl

Hier sind ein paar Beispiele für Bodengrund den man nicht in einem Axolotl-Aquarium nutzen sollte, da er zu Verletzungen oder Verstopfungen führen kann.

Kleine Steine und Kies

Durch den Saugschnappreflex ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch das die Axolotl kleine Steine und Kies verschlucken. Wenn die Steine zu groß sind um ohne Probleme durch den Magen-Darmtrakt zu wandern, kann es zu einer Verstopfung kommen, die für den Axolotl tödlich enden kann.

Steinchen mit scharfen Kanten und zerbrochene Muschelschalen

Die scharfen Kanten von Steinen oder Muschelschalen können die empfindliche Haut der Axolotl schnell verletzen und zu Wunden führen.

Auch kann es zu inneren Verletzungen führen, wenn der Axolotl die Steinchen frisst.

Glassteine und Murmel

Auch wenn Glassteine im Aquarium vielleicht schön aussehen mögen, können sie für Axolotl gefährlich werden. Solange die Murmel und Steine nicht zerbrochen sind, haben sie zwar keine scharfen Kanten an denen sich der Axolotl schneiden kann, aber wenn er versucht diese zu fressen und verschluckt kann es zu einer ernsthaften Verstopfung kommen.

Kunststoff/ Plastik- oder Kunstharzummantelung und gefärbter Sand

Wenn Kies oder Steine mit Plastik oder Kunstharz ummantelt sind kann sich dies im Magen der Axolotl auflösen und ihn krank machen. Genauso kann gefärbter Sand Chemikalien ins Wasser abgeben und schädlich für den Axolotl sein.

Wie reinigt man den Bodengrund im Axolotl-Aquarium am besten?

Je nach Bodengrund gestaltet sich die Reinigung natürlich unterschiedlich, wenn man Sand oder Axogravel nutzt ist ein Mulmsauger, bzw. eine Mulmglocke das Gerät der Wahl. Damit saugt man den Bodengrund ab um Verunreinigung und Kot zu entfernen.

Fressen Axolotl Steine mit Absicht?

Manche Axolotl kann man häufig dabei beobachten wie die Steinchen und Kies fressen, warum sie das tun ist noch nicht abschließend geklärt, aber es gibt ein paar Theorien zu ihrem Verhalten.

Neben dem Futter nehmen Axolotl auch oft Teile des Bodengrundes bei der Nahrungsaufnahme auf, ganz gezieltes “fressen” von Steinen und Kies lässt sich dagegen im ersten Moment schwer erklären.

Eine Möglichkeit ist das Axolotl die Steinchen mit Futter verwechseln, da sie weitsichtig sind, können sie Dinge in der Ferne scharf, aber Nah vor ihrem Mail nur sehr verschwommen sehen.

Eine andere Theorie besagt das die Axolotl die Steinchen extra schlucken, um sie als Gastrolithen zu nutzen. Gastrolithen, bzw. Magensteine sind Steine die manche Tiere schlucken und im Magen bei der Zerkleinerung von Nahrung helfen können. Auch wird diskutiert ob manche aquatische Tiere die Gastrolithen als Ballast nutzen.
Ob das wirklich der Grund dafür ist das manche Axolotl Steine fressen ist allerdings umstritten.

Fazit

Bei der Entscheidung für den Bodengrund sollte man neben der Ästhetik vor allem die Sicherheit des Axolotl nicht außer acht lassen. Auch die Möglichkeit das Aquarium mit Unterwasserpflanzen natürlicher zu gestalten und die Reinigung sind wichtige Faktoren.

Axogravel* ist dabei meist die beste Option Verstopfungen zu vermeiden und trotzdem Pflanzen im Becken zu halten.

12 spannende Axolotl Fakten
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