Lebendfutter Artemia selber züchten – Alle Infos und Details!

Affiliate Hinweis

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommen wir von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Artemia oder brine shrimps zählen zu den Krebstieren. Die bekannteste Art ist Artemia salina und sie sind ideales Futter für junge und frisch geschlüpfte Axolotl. Artemia lassen sich auch ohne viel Aufwand zu Hause züchten.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Artemia?

Artemia auch Salzkrebschen oder brine shrimp genannt sind ideales Lebendfutter für junge Axolotl und zählen zu den Krebstieren. Sie können von wenigen mm bis zu 2 cm groß werden und enthalten Chitin, wodurch sie sehr ballaststoffreich sind. 

Da Salzkrebschen, wie der Name schon vermuten lässt, in Salzwasser leben, können sie in das Süßwasser-Aquarium keine Parasiten einschleppen, die in dieser Umgebung überleben würden. Trotz dass sie in Salzwasser leben haben sie keinen erhöhten Salzgehalt und nachdem sie kurz abgespült wurden, kann man sie bedenkenlos verfüttern.

Auch lösen sie durch ihre Bewegungen den Jagdtrieb bei jungen Axolotl aus und sind so ein ideales Lebendfutter. 

Vorteile von Artemia sind:

  • leicht zu züchten
  • ideales Futter für Baby-Axolotl 
  • ballaststoffreich
  • keine Gefahr von Parasiten

Artemia legen Dauereier, die sehr widerstandsfähig sind und welche bei guter Lagerung auch nach Jahrzehnten noch schlüpfen können. Sie ernähren sich von schwebenden Algen und Bakterien.

Was braucht man für eine Artemiazucht?

Benötigtes Equipment: 

Als Behältnis für deine neue Artemiazucht brauchst du entweder ein kleines Aquarium oder eine flache Schale. Der Sprudelstein sorgt für eine ausreichende Wasserbewegung und Sauerstoffversorgung, wichtig ist auch, dass genügend Licht an die Artemia-Eier gelangt, da sie dieses zum Schlüpfen benötigen. Dafür reicht schon eine normale Lampe oder ein Platz auf dem Fensterbrett. Die Wassertemperatur sollte zwischen 25 und 30 °C liegen. Je nachdem wie warm es in deiner Wohnung ist, benötigst du eventuell noch einen kleinen Heizstab*, damit die Wassertemperatur hoch genug ist.

Um den richtigen Salzgehalt für deine Artemia zu erhalten, mischst du 32 g Salz pro Liter Wasser und der ideale pH-Wert für Artemia liegt bei pH 8.

Wenn du dir das Equipment nicht einzeln besorgen möchtest, gibt es auch schon fertige Artemiazucht-Sets* zu kaufen, wo alles benötigte vorhanden ist.

Wie züchtet man Artemia?

Artemia-Eier

Nachdem du das Salzwasser gemischt und alles aufgebaut hast, kannst du die Artemia-Eier ins Wasser geben. Eine Faustregel ist ca. 1 bis 2g Eier pro Liter Wasser.Für den Salzgehalt darfst du kein Speisesalz benutzten, da dies meist Rieselmittel enthält, die Artemia nicht vertragen, da es ihre Kiemen verklebt. Stattdessen kann man Artemia-Salz* oder Meersalz nutzten.

Artemia-Nauplien

Die Eier schlüpfen bei einer ausreichenden Beleuchtung nach 24 bis 48 Stunden. In diesem Stadium sind Artemia besonders Nährstoffreich, da sie sich noch aus ihrem eigenen Dottersack ernähren und man nennt man sie “Nauplien”. Spätestens 48 Stunden nach dem Schlupf solltest du deine Artemia füttern, da sie ihren Dottersack geleert haben und nun Nahrung benötigen. Als Aufzuchtfutter eignet sich Liquizell* besonders gut. 

Wenn du besonders kleine oder frisch geschlüpfte Axolotl hast, kannst du ihnen die Artemia-Nauplien füttern.

Ausgewachsene Artemia

Wenn du möchtest, dass deine Artemia weiter wachsen und sich selbst vermehren wartest du ein paar Tage länger.  

Nach 12 Tagen werden die ausgewachsenen Artemia geschlechtsreif und fangen an, sich zu vermehren. Jetzt kannst du auch zusätzlich Mikrozell füttern, was besonders für die größeren Artemia eine gute Nahrungsquelle ist.

Artemia-Futter:

Wie verfüttert man Artemia?

Je nachdem, ob du Nauplien oder ausgewachsene Artemia verfüttern möchtest, erntest du sie zu unterschiedlichen Zeiten. Nauplien kannst du direkt nach den ersten Tagen nach dem Schlüpfen ernten und verfüttern, für ausgewachsene Artemia musst du dich noch ein wenig länger gedulden. 

Diese sind nach ca. 10 bis 12 Tagen ausgewachsen und jetzt kannst du alle paar Tage Lebendfutter für deinen Axolotl ernten. Am einfachsten kannst du das machen, indem du sie mit dem Artemia-Sieb abschöpfen und kurz mit Leitungswasser abwäschst, damit du kein Salzwasser in dein Axolotl-Aquarium bringst. Dann kannst du sie zu deinen Axolotl setzen. 

Wenn du besonders viele Artemia hast, kannst du diese auch in Süßwasser, ähnlich wie Eiswürfel einfrieren und so für längere Zeit lagern. 

Hier gibt es auch einen Artikel mit einem kompletten Fütterung-Guide für Axolotl in jeder Lebensphase.

Welche Probleme können bei der Artemiazucht auftreten?

Du hast dich an die Anleitung gehalten und es sind trotzdem keine Artemia geschlüpft oder sie vermehren sich nicht? Hier sind ein paar der am häufigsten auftretenden Probleme:

Alte oder schlechte Artemia Eier

Auch wenn sich Artemia Eier über Jahrzehnte halten können, hängt es stark von ihrer Qualität ab, wie viele Artemia schlüpfen. Falls keine Artemia geschlüpft sind, kaufe dir für den nächsten Versuch Eier bei einem anderen Händler.

Falsches Salz oder zu hohe Salzkonzentration

Artemia vertragen kein normales Speisesalz, da sie von den hinzugefügten Rieselhilfen sterben. Auch eine zu hohe Salzkonzentration kann zu einem absterben führen.

Schlechte Wasserqualität oder Seifenreste

Zu hohe Belastungen von Schwermetallen im Wasser führen bei den Artemia dazu, dass sie nicht wachsen, oder gar nicht erst schlüpfen. Genauso können Seifen oder Waschmittelreste im Aquarium schädlich für sie sein.

Fazit

Artemia eignen sich besonders für junge Axolotl hervorragend als Lebendfutter und lassen sich ohne viel Aufwand selbst züchten. Wenn dir die Beschaffung des Equipments zu aufwendig ist, kannst du auch einfach auf ein Artemiazucht-Set* zurückgreifen und so immer frisches Futter für deine Axolotl im Haus haben.

Eine andere Lebendfutter-Option für junge Axolotl sind Daphnien, für größere Axolotl dagegen Regenwürmer. Auch diese lassen sich einfach zu Hause züchten, hier geht es zu einem Artikel über Daphnien-Zucht und hier zu Regenwurm-Zucht.