Axolotl „Fridging“ Guide – Schritt für Schritt

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Wenn man das erste Mal davon hört, das man seinen Axolotl in den Kühlschrank stellen soll, wenn es ihm nicht gut geht, hört es sich ein bisschen absurd an.
Aber das im englischen sogenannte „Fridging“ bringt einige Vorteile mit sich. In diesem Artikel erklären wir, worauf man achten muss, wenn man seinem Axolotl in den Kühlschrank „stellt“, bei welchen Problemen es Sinn ergibt und wie sicheres Fridging abläuft.

Was ist Axolotl Fridging?

Axolotl Fridging beschreibt die Praxis einen kranken oder verletzten Axolotl für einige Zeit in den Kühlschrank umzusiedeln, um ihm bei der Heilung zu unterstützen.

Vorteile vom Fridging

Axolotl sind von Natur aus eher an kältere Temperaturen angepasst, ihr Heimat See, der Xochimilco-See hat meist eine Wassertemperatur zwischen 12 und 20 °C. Bei kühleren Temperaturen verlangsamt sich der Stoffwechsel des Axolotl und das Wachstum von Krankheitserregern wie Viren, Bakterien und Pilze wird ebenfalls verlangsamt. So kann einem Fridging wertvolle Zeit geben eine sichere Diagnose zu stellen und Medikamente haben mehr Zeit anzuschlagen.
Auch arbeitet das Immunsystem von Axolotl bei niedrigen Temperaturen besser und er kann sich so schneller erholen.

Aber Fridging ist kein Allheilmittel und sollte immer nur angewendet werden, wenn dein Axolotl es auch wirklich benötigt. Unnötige Aufenthalte im Kühlschrank können schnell den gegenteiligen Effekt haben und deinen Axolotl stressen.

Wann macht Fridging Sinn?

Fridging kann dabei helfen, wenn dein Axolotl sehr gestresst ist oder er unter einer schlechten Wasserqualität gelitten hat. Hier geht es zu einem Artikel mit Zeichen, die man kennen sollte, wenn dein Axolotl gestresst ist.
Es kann bei Pilzinfektionen helfen, da die Pilze bei den niedrigen Temperaturen langsamer wachsen. Und auch bei Verstopfung oder Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, z.B. wenn der Axolotl Steinchen oder viel Substrat gefressen hat, kann Fridging helfen.

Wie lange sollte der Aufenthalt im Kühlschrank sein?

Der Axolotl sollte nicht länger als nötig im Kühlschrank bleiben, sobald es ihm besser geht, kann man ihn wieder in sein Aquarium setzen. Je nach Grund für den Aufenthalt kann Fridging für mehrere Tage bis Wochen Sinn ergeben. Allgemein sollte der Axolotl aber nicht länger als 3 Wochen im Kühlschrank verbringen, da sonst die Gefahr besteht, dass sonst verschiedene physiologische Prozesse, wie z.B. die Verdauung zu weit heruntergefahren werden.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Durch die kühleren Temperaturen kann es sein das Axolotl für die Zeit des Fridging kein großes Interesse an Futter zeigen, das ist eine normale Reaktion und sollte verschwinden, sobald der Axolotl in seinem Aquarium ist. Auch verlieren die Axolotl durch den verlangsamten Stoffwechsel nicht so schnell an Gewicht wie bei normalen Temperaturen. Wenn der Axolotl, den man im Kühlschrank unterbringen möchte, aber generell wenig wiegt oder untergewichtig ist, sollte man vom Fridging eher absehen.

Damit das plötzliche Licht im Kühlschrank, wenn man ihn öffnet, den Axolotl nicht erschrickt und er nicht aus Versehen aus dem Behälter springen kann, sollte man auf der Box mit dem Axolotl eine Abdeckung machen. Um sicherzugehen das der Axolotl genügend Sauerstoff hat sollte die Abdeckung luftdurchlässig sein, oder der Deckel Luftlöcher haben.

Das Wasser im Axolotl Behälter muss täglich zu 100% ausgetauscht werden, damit der Axolotl dabei keinen Temperaturschock bekommt, sollte man einen zweiten Behälter haben, der im Kühlschrank steht und nur mit Wasser für den Wasserwechsel gefüllt ist.

Für das Fridging, setzt du deinen Axolotl in einen extra Behälter. Achte darauf, dass das Plastik von dem Behälter lebensmittelecht sind und keine Chemikalien ins Wasser freisetzt, wie z.B. diese Behälter*.

Schritt 1: den Kühlschrank vorbereiten

Die Temperatur des Kühlschranks sollte zwischen 6 und 8 °C liegen, die meisten Kühlschränke haben ein Thermostat, an dem man die Temperatur einstellen kann. Dabei sollte die Temperatur auf keinen Fall niedriger als 5 °C sein.
Um sicherzugehen, dass das Wasser im Kühlschrank nicht zu kalt ist, kann man ein Glas mit Wasser für einige Zeit in den Kühlschrank stellen und die Temperatur überprüfen.

Schritt 2: Behälter vorbereiten

Idealerweise braucht man zwei Behälter, in dem der Axolotl genügend Platz hat. In einem Behälter ist der Axolotl, in dem anderen ist Wasser für den täglichen Wasserwechsel.
Auch die Box mit Wasser muss im Kühlschrank bleiben, damit das Wasser die gleiche Temperatur hat und der Axolotl keinen Temperaturschock bekommt, wenn man den Wasserwechsel macht.
Der tägliche Wasserwechsel ist wichtig, damit die Abfallstoffe und Kot des Axolotl nicht die Qualität des Wassers verschlechtern können und um genügend Sauerstoff im Wasser zu haben.

Schritt 3: den Axolotl im Kühlschrank unterbringen

Als Nächstes setzt man den Axolotl von seinem Aquarium in den Behälter, man kann dafür einen feinmaschigen Kescher oder seine Hände benutzen je nachdem was einfacher ist und den Axolotl weniger stresst. Der Behälter sollte groß genug sein das sich der Axolotl komplett ausstrecken und ein wenig bewegen kann. Im Behälter sollte genügend Wasser sein, um den Axolotl vollständig zu bedecken, aber er sollte auch nicht bis zum Rand gefüllt sein, so dass der Axolotl Luft schnappen kann, wenn er möchte.

Sobald der Axolotl im Behälter ist, kann man ihn in den Kühlschrank stellen, das Wasser im Behälter sollte dabei die gleiche Temperatur wie in seinem Aquarium haben und erst mit dem Axolotl gemeinsam im Kühlschrank heruntergekühlt werden, so dass der Axolotl keinen Temperaturschock bekommt.

Schritt 4: den Axolotl im Kühlschrank überwachen

In der Zeit, die der Axolotl im Kühlschrank verbringt, sollte man ihn gut überwachen, damit man nicht verpasst, ab wann es ihm besser geht und er wieder in sein Aquarium ziehen kann. Auch die Wassertemperatur sollte man weiter im Auge behalten, damit es nicht zu kalt wird.
Das Wasser im Behälter des Axolotl muss täglich gewechselt werden und man sollte ihm Futter anbieten.

Schritt 5: Rückkehr ins Aquarium

Wenn es deinem Axolotl besser geht kann er zurück in sein Aquarium gesetzt werden. Um den Axolotl wieder an das Aquarium-Wasser zu gewöhnen, sollte man es Schrittweise beim täglichen Wasserwechseln dazu mischen. Hierfür füllt man am besten einige Flaschen mit Wasser aus dem Aquarium und stellt sie in den Kühlschrank, um die Temperatur anzupassen.

  • Erster Wasserwechsel: 75 % Wasser aus dem Kühlschrank und 25 % Aquarium-Wasser
  • Zweiter Wasserwechsel: 50 % Wasser aus dem Kühlschrank und 50 % Aquarium-Wasser 
  • Dritter Wasserwechsel: 25 % Wasser aus dem Kühlschrank und 75 % Aquarium-Wasser 
  • Vierter Wasserwechsel: 100 % Aquarium-Wasser

Am nächsten Tag ist der Axolotl dann bereit wieder ins Aquarium zurückzukehren. Dafür setzt man am besten den Behälter mit Axolotl ins Wasser und wartet ungefähr eine Stunde, bis sich die Wassertemperatur angepasst hat. Danach kann man die Box öffnen und seinen Axolotl ins Aquarium schwimmen lassen.

Fazit

Fridging ist eine gute Methode, um seinem Axolotl bei der Genesung und Heilung zu helfen, wenn er krank ist. Dank seiner Anpassung an kühle Temperaturen geht es den meisten Tieren nach einigen Tagen im Kühlschrank schnell besser.

12 spannende Axolotl Fakten
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