Darf man Axolotl mit Fröschen halten? – Alle Informationen!

Da Axolotl und Frösche beiden eine aquatische Lebensweise haben und Amphibien sind, könnte man meinen, dass man die beiden Arten miteinander vergesellschaften kann.

Regelmäßig kommt die Frage auf, ob man Axolotl mit verschiedenen Froscharten vergesellschaften kann, meist wird dabei nach Krallenfröschen und Zwergkrallenfrösche gefragt. 
Leider kann man Axolotl und Frösche nicht in einem Aquarium halten. Beide Tiere haben sehr unterschiedliche Ansprüche an die Wassertemperatur und können sich gegenseitig verletzten.

Was für Tiere sind Krallenfrösche und Zwergkrallenfrösche?

Krallenfrösche und Zwergkrallenfrösche gehören beide der Familie der Zungenlosen Fröschen an und stammen aus Afrika, wo sie in warmen Tümpeln leben. 

Krallenfrösche werden 9 bis 14 cm groß und Zwergkrallenfrösche dagegen nur 4 cm. Sie sind beliebte Tiere bei Aquarianern und werden auch in der Forschung oft als Modellorganismus genutzt, auch weil sie im Vergleich zu anderen Froscharten einfach zu halten und robust sind.

3 Gründe, warum man Frösche und Axolotl nicht zusammenhalten kann

1. Die Temperatur

Da Krallenfrösche aus warmen bis tropischen Gebieten stammen, benötigen sie Wassertemperaturen zwischen 22 und 26 °C. Das ist für Axolotl schon deutlich zu warm, die als Kaltwassertiere Temperaturen von 12 bis 20 °C brauchen.
Würde man die beiden Arten zusammenhalten, wäre es dem Axolotl entweder deutlich zu warm oder dem Frosch zu kalt.

2. Potenzielle Verletzungen

Da sowohl die Krallenfrösche, als auch Axolotl fleischfressende Tiere sind, würde das kleinere Tier von den beiden schnell zur Beute werden.
Besonders die Zwergkrallenfrösche sind klein genug, dass ein Axolotl sie als Futter ansehen kann.

Dazu kommt, dass Krallenfrösche ein giftiges Drüsensekret über ihre Haut absondern, wenn sie sich bedroht fühlen, was für den Axolotl nicht gut endet, wenn er gerade dabei ist einen Frosch zu essen. 
Aber auch der Axolotl läuft Gefahr gefressen zu werden, da sich Krallenfrösche von Würmern, kleinen Fischen, Insekten- und Amphibienlarven ernähren. So kann ein kleinerer oder junger Axolotl schnell auf dem Speiseplan eines ausgewachsenen Krallenfrosches landen.

Sollten sich die beiden Tiere nicht gegenseitig fressen, geht von dem Krallenfrosch noch eine weitere Gefahr für den Axolotl aus. Wie der Name schon vermuten lässt, sind Krallenfrösche mit Krallen an ihren ersten drei Zehen ausgestattet, mit denen sie die Haut des Axolotl stark verletzen können.

3. Gefahr von Parasiten und Krankheiten

Allgemein besteht immer die Gefahr, dass neue Tiere Krankheiten oder Parasiten mit ins Aquarium bringen.
Bei Krallenfröschen ist das Risiko aber noch einmal höher. Sie können, auch ohne offensichtliche Symptome zu zeigen, mit dem Chytridpilz infiziert sein. Mit diesem würde sich der Axolotl schnell anstecken und eine Infektion endet oft tödlich.

Fazit

Axolotl lassen sich generell nur mit sehr wenigen Tieren erfolgreich vergesellschaften, dazu zählen Frösche, Kröten und auch Krallenfrösche auf keinen Fall.
Abgesehen von den unterschiedlichen Wassertemperaturen würden sich die Tiere gegenseitig verletzen oder fressen.  
Axolotl hält man am besten alleine oder mit anderen Axolotl zusammen, wenn du trotzdem noch andere Tiere in deinem Axolotl-Becken halten möchtest, dann sind Zwerggarnelen und Schnecken eine gute Wahl. Hier findest du einen Artikel über die Haltung von Axolotl mit Zwerggarnelen und mit Schnecken.

12 spannende Axolotl Fakten
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